Ablauf - GegenKV
Ein Gegen-Kostenvoranschlag wird umso eher angefordert, je weiter ihr von uns entfernt wohnt, da die Kassen häufig regionale Lieferanten haben. Aber auch in unserer Nähe sind Gegenkostenvoranschläge üblich. Der Kasse geht es dabei darum, ein Vergleichsangebot einzuholen. Beim Gegenangebot muss es sich daher um ein vergleichbares Produkt handeln, nur dann ist ein Preisvergleich statthaft.
Ihr werdet zu diesem Zweck von dem von der Kasse beauftragten Sanitätshaus kontaktiert, es findet erneut eine Beratung statt und das Gegenangebot wird erstellt. Die Kasse entscheidet dann nach Preis & Produktunterschieden. Ihr könnt aber zusätzlich die Unterschiede in Qualität und Kompetenz zwischen unserer Beratung und der des anderen Sanitätshauses beurteilen.
Die Erstellung eines Gegenkostenvoranschlages inkl. dazugehöriger Beratung darf nicht verweigert werden. Andererseits ist es allerdings nicht zulässig, ein Angebot der 4ma 3ma mit der Begründung abzulehnen, diese sei kein Vertragspartner der Kasse. Solche Verträge zwischen Kassen und Sanitätshäusern regeln alleine die finanziellen Konditionen zwischen Auftraggeber (Kasse) und Lieferant (Sanitätshaus). Sie bedeuten aber nicht, dass ein Versicherter der Krankenkasse ABC automatisch verpflichtet ist, einen Rollstuhl des Sanitätshauses XY abzunehmen, nur weil diese einen Vertrag miteinander abgeschlossen haben. Vielmehr hat der Versicherte das freie Recht der Sanitätshauswahl.
Qualifizierte Sanitätshäuser, die Wert auf qualitativ hochwertige Versorgungen legen, werden sich im Vergleich zueinander immer auf etwa demselben finanziellen Niveau bewegen. Deutlich günstigere Angebote müssen also sehr genau darauf überprüft werden, wo die Einsparungen herrühren und ob es sich nicht letztendlich um ein deutlich schlechteres Produkt handelt.
Bei diesen oder ähnlichen Schwierigkeiten lohnt es sich, gemeinsam mit uns, dem verordnenden Arzt und evtl. beteiligten Therapeuten weitere Argumente zu sammeln und diese der Krankenkasse vorzulegen. Oftmals kann ein netter Brief oder ein Foto der geplanten Versorgung entscheidend sein, unerlässlich ist allerdings immer auch eine gewisse Kompetenz und vor allem Überzeugungskraft der Eltern.